Facebook Like Reputationsmanagement
Premium Newsletter Nr. 28

Es war nie schwieriger Ordnung auf einer Facebook Fanpage zu halten und über seine Fans informiert zu sein bzw. die richtigen Fans zu bekommen und die „falschen“ fern zu halten. Mit der Hilfe neuer BlackHat Methoden kann man nun von seiner Website, Likes für eine beliebige Fanpage sammeln, ohne dass der Besucher sich dessen bewusst ist. Wenn Sie sich wundern weshalb Sie plötzlich Fan von Werder Bremen sind obwohl Sie eigentlich Schalke Fan sind, könnte die Antwort – Betrug – heißen.

Wir haben vor fast einem Jahr davor gewarnt Likes nicht als Erfolgskennzahl bzw. Social KPI zu benutzen. Weil z. B. Mercedes-Benz die meisten Fans aus Bangladesch hat, was sehr sehr unwahrscheinlich ist. Damals konnte man nur vermuten das Fans entweder eingekauft wurden oder die Anzeigen zu breitgefächert waren.

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Nach neuster Erkentnis könnte es auch eine Manipulation bzw. ein nicht von Mercedes-Benz verursachter Betrug sein. Diese Methode ist bekannt als:

Facebook Like Jacking

Hiermit meint man eine Täuschung für Website Besucher, welche z. B. auf ein „X“ zum schliessen eines Pop-Up Fensters klicken und dabei ungewollt im Hintergrund eine Fanpage liken. Dazu gibt es jetzt ausgereifte Skripte und sogar WordPress Plugins welche dann auch jeder einstellen und Benutzen kann. Eines der populärsten ist:

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Der Besucher kann dann nur im Aktivitätslog innerhalb von Facebook feststellen dass der Like ausgeführt wurde, weil jede Notifikation über die „Tat“ auf der Timeline versteckt wird. Manche sind sogar so dreist, dass sie den Like in der Timeline anzeigen, damit Freunde des Opfers auf die Fanpage aufmerksam werden und sie eventuell auch die Fanpage liken. Dies ist zwar für generelle Produkte gar nicht so schlimm und kann als Scherz empfunden werden, jedoch wenn man dahinter Fans z. B. für politische Optionen sammelt mit denen man lieber nicht in Verbindung gebracht werden will, wird es heikel.

Dazu können z. B. Fans aus Indien dazu gebracht werden dt. Fanpages zu liken um so das soziale Bild des Konkurrenten schlecht aussehen zu lassen. Noch schlimmer ist dass diese schlechten Likes zu mehr Kosten für den Fanpagebetreiber führen und dies rechtlich nicht mehr als Spaß anzusehen ist. Denn der Fanpagebetreiber schaltet Anzeigen z. B. über „Boost Post“ um seine Fans zu erreichen und verschwendet Geld für die Impressionen von Fans die eigentlich gar keine sind. Der finanzielle Schaden kann recht groß werden.

Wenn man es aber für seine eigenen Zwecke benutzt, z. B. die Besucher der FAZ dazu zu bringen unbewusst Fan von Ihrer Fanpage zu werden, dann wird der Besucher sich höchstwahrscheinlich selbst die Schuld in die Schuhe schieben, tollpatschig ein Like gegeben zu haben. Jedoch bleibt man auf rechtlichem Glatteis und es ist nicht weniger schlimm wie der oben genannte Fall.

Wie kann man sich davor schützen?

Prävention gegen Like Jacking ist richtig schwierig. Es ist sogar schwierig herauszufinden von welcher Website genau der Like kam. Jedoch kann man beim bewerben der Fans Geld sparen und die meisten der falschen Fans umgehen. Und zwar:

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Selber sollte man sich am besten dadurch schützen, dass man nicht surft während man in Facebook eingeloggt ist. Dies wird aber vielen schwierig fallen, deshalb sollte man den Aktivitätslog öfters durchforsten und gucken ob da nicht was untypisches dabei ist.

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